Zügigere Bearbeitung von Eilaufträgen

loc team experten

Dies ist ein Lieblingsprojekt von Günter Nolte.

Ort:
Köln

Herausforderung:
Lang andauernde Aufträge für die reguläre Vorratshaltung

Dauer des Projekts:
2 Wochen

Ein relativ kleines Projekt – aber ein Riesenerfolg!

2001 habe ich für Siemens AG eine Untersuchung bei einem Motorenhersteller im Kölner Raum durchgeführt. Der Kunde baut Schiffsmotoren und versendet auch Ersatzteile. Bei den Ersatzteilen gab es ein riesiges Problem: es gab lang andauernde Aufträge für die reguläre Vorratshaltung, die umfassten oft 400 Paletten und mehr, was natürlich eine mehrtägige Bearbeitungszeit zur Folge hat. Dazu aber auch Eilaufträge, wo ein einzelnes Ersatzteil für ein Schiff gebraucht wurde, das in irgendeinem Hafen auf der Welt festsass. Das führte zu großer Unzufriedenheit bei den Kunden des Unternehmens.

Die Eilaufträge kamen einfach nicht raus, erst wenn einer oder mehrere Langläufer abgeschlossen waren, kamen auch die dringend benötigten Ersatzteile. Siemens (Generalunternehmer) schickte mich dort hin, um die Situation zu analysieren. Ich beobachtete das System und stellte eine Liste der Schwachpunkte auf. Der gravierendste Schwachpunkt war die Reservierungsstrategie im Lagerverwaltungssystem. Dazu muss man noch anmerken, dass das Artikelspektrum sehr breit war und so mehrere verschiedene Artikel auf einer Palette oder in einem Behälter lagen. War nun eine Palette für einen Langläufer reserviert, dann konnte kein anderer Auftrag mehr auf diese Palette zugreifen. Die Folge war, dass der Eilauftrag erst bearbeitet werden konnte, wenn der Langläufer abgeschlossen war, was mehrere Tage  dauern konnte; somit musste  der Eilauftrag warten.

Nach der Analyse wurde das Softwarehaus angefragt, die Reservierungsstrategie zu ändern, dann musste noch geklärt werden, wer die Änderungen zahlt, und danach konnte sie erfolgen. Die Änderung hat ca. 3 Tage gedauert, war also recht einfach durchzuführen.

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